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Die
Mittelradde fließt teils durch das alte Bett
(Ems-Zeitung, 04.11.2004)
Reaktivierung
eines Altarms beendet |
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Hüven (ra)
In den vergangenen Wochen ist im Bereich der Hüvener Mühle ein
Altarm der Mittelradde auf einer Länge von 400 Metern wieder an das
Fließgewässer angeschlossen worden.
Die nunmehr "abgenommenen" Arbeiten wurden durch die
Kräfte des Bodenkulturzweckverband Meppen ausgeführt. Die
Abnahmekommission, bestehend aus Hüvens Bürgermeister Sandmann,
Kreisverbandsgeschäftsführer Andreas Droste, Heinz Rohjans vom Amt
für Agrarstruktur, Lothar Myrrhe, Ludwig Acquistapace und Walter
Habicht vom Landkreis, Gerd Meyering vom Bodenkulturzweckverband
Meppen, sowie den Verbandsvorstehern Heinrich Möllering und Bernd
van der Ahe, bescheinigte dem bauausführenden
Bodenkulturzweckverband mängelfreie Arbeit.
Die teilweise neu entstandenen Gewässerböschungen wurden variabel
gestaltet. Daneben wurden sowohl Tief- als auch Flachwasserzonen
angelegt. "Hier werden sich neue Lebensräume für Tier- und
Pflanzenarten entwickeln, die im Ufer- und Wasserbereich heimisch
sind", erklärte Andreas Droste. Durch diese Maßnahmen werde
der Naturhaushalt gestärkt, die Artenvielfalt und somit die
Entwicklung einer typischen Landschaft gefördert.
Das Objekt passt sich nahtlos in das seit 1991 laufende Konzept des
ökologisch orientierten Nachbaues der Mittelradde ein. Dank der
beteiligten Eigentümer, die ihre Flächen kostenlos zur Verfügung
stellten, war es möglich den Altarmanschluss zu realisieren.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesamtprojektes war die Sanierung des
Mühlteiches an der Hüvener Mühle. Die Maßnahme wurde
erforderlich, weil der Teich aufgrund des geringen
Wasserdurchflusses völlig verlandet und zugewachsen war. Der
Bewuchs und der Schlamm im Mühlteich wurden entfernt und
abgefahren. Nun hat der Mühlteich wieder seine ursprüngliche
Tiefe. Ferner wurde der Zulauf von der Mittelradde zum Mühlrad
verbreitert und umgestaltet. Hierdurch erhöht sich die
Fließgeschwindigkeit des Wassers im Teich.
Ein weiteres Ergebnis der Umgestaltung des Zulaufes: Nach Abschluss
der Renovierungsarbeiten an der Hüvener Mühle kann das Rad wie
früher wieder mit Wasserkraft angetrieben werden.
Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 71000
Euro. Hiervon wurden vom Amt für Agrarstruktur Meppen aus
Pro-Land-Mitteln rund 35300 Euro übernommen. Die weiteren Gelder
werden vom Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband 99
"Untere Hase" und vom Wasser- und Bodenverband "Mittelradde",
die auch Träger dieses Projektes waren, beigesteuert. Der Landkreis
Emsland, Fachbereich- Wasser und Bodenschutz, plante das gesamte
Vorhaben und war für die Bauleitung während der Bauphase
zuständig.
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