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Fresenburg
(ra): Als 29.
Mitglied reihte sich die neu gegründete Organisation der
Heimatfreunde in Fresenburg in den Kreisheimatverein Aschendorf-Hümmling
ein. Unerwartet stark war die Resonanz der Bürger aus Fresenburg, Düthe
und Melstrup auf die Einladung des vorbereitenden Arbeitskreises zur
Gründung eines Heimatvereins. Im Haus Rüschen war kein Sitzplatz
mehr frei, als Bürgermeister Bernd Schwarte die zahlreichen
Einwohner und Gäste begrüßte.
Der Fresenburger Ratsvorsitzende sprach von einem "historischen
Tag in der langen Geschichte unserer Ortschaften". Mit der Gründung
eines Heimatvereins, dem es an Aufgaben nicht mangeln werde, gehe für
viele Bürger ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, sagte
Schwarte. Und dass die Bürger der drei Ortschaften "etwas für
ihre Heimat übrig haben", hätten sie unter anderem bei der
Renovierung der historischen Burgkapelle und beim Bau des Hauses Rüschen
eindrucksvoll bewiesen.
"Der Rat steht hinter einem Heimatverein und wird seine Belange
nach besten Kräften unterstützen", sagte der Bürgermeister
zu. Er sei sicher, dass die Organisation der Heimatfreunde das Leben
in der Gemeinde bereichern werde, fügte er hinzu. Der Geschäftsführer
des Kreisheimatvereins, Karl-Heinz Weber, leitete die Versammlung
"up Platt" weiter. Die Erfahrung zeige, dass gerade auch
in den jungen Heimatvereinen des hiesigen Altkreises besonders
intensiv gearbeitet werde. Weber nannte als Beispiel die
Heimatvereine Niederlangen und Esterwegen.
Der Vorsitzende des Kreisheimatvereins Aschendorf-Hümmling, Dr.
Hubert Hanenkamp, ging in seinem Referat auf die Aufgaben der
Heimatvereine ein. Die Arbeit ruhe zumeist auf den Säulen
Lebendighaltung der plattdeutschen Sprache, Pflege des Brauchtums,
die sich zuvorderst in Musik, Theater und Volkstanz widerspiegele,
und Aufarbeitung der Heimatgeschichte. Mit Blick auf die
"dritte Säule" lenkte Dr. Hanenkamp die Aufmerksamkeit
auf die von mehreren Heimatvereinen herausgegebenen Jahrbücher.
Heimatarbeit, so der Redner, sollte weitgehend auch die Interessen
der Mitglieder berücksichtigen.
Kurt Scholz, Sprecher des vorbereitenden Arbeitskreises, stellte die
Satzung des "HV" Fresenburg vor. Sie sei nach einem
Entwurf von Paul-Wilhelm Schwenke und mit Elementen aus Bestimmungen
mehrerer emsländischer Heimatvereine konzipiert worden.
Einstimmig sprachen sich die Versammlungsteilnehmer für die Gründung
des Heimatvereins Fresenburg aus. Erster 1. Vorsitzender des
"HV" wurde Kurt Scholz. Seine Stellvertreter sind Wilhelm
Waterloh und Hermann Kampker. Johannes Rüschen wurde zum Schriftführer
gewählt, seine Stellvertreterin ist Luzia Meyer. Die Kasse wird von
Margret Rosenboom verwaltet. Bürgermeister Bernd Schwarte ist
Mitglied des erweiterten Vorstandes. Zu Beisitzern wählte die
Versammlung Hermann Wermes, Helene Führs, Josef Mösker und Guido
Skade. Es wurden sieben Arbeitskreise gebildet: Regionale
Geschichte, Familienforschung, Sprache und Volkskunst sowie
Volkslieder, Hauswirtschaft/Trachten, Archiv/Ausstellungen und
Denkmalpflege. |