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Hilter
Mühle soll sich wieder im Wind drehen
Restaurierungsarbeiten
verschlingen rd. 400.000 DM
(Ems-Zeitung, 24.05.2001) |
Hilter
(ma): Rund
400.000 DM soll die Sanierung der historischen Hilter Mühle aus dem
Jahr 1818 kosten. Trotz der enormen Summe wollen sich der
pensionierte Lehrer Ulrich Hanschke und andere Lathener
Heimatfreunde nicht von ihrem Vorhaben abschrecken lassen. Sie
wollen mit diversen Aktionen und öffentlichen Geldern, das Vorhaben
realisieren.
Mehrere Heimatfreunde trafen sich jetzt im Schatten des
schindelgedeckten Erdholländers, um erste private Aktionen
vorzustellen. Bäckermeister Heinrich Ganseforth präsentierte sein
"Mühlenbrot". Dieses Brot gibt es demnächst in seinen
Läden von Leer bis Meppen überall zu kaufen. Von jedem verkauften
Laib Brot will er 50 Pfennig für die geplante Restaurierung
spenden. Der Lathener Heimatverein mit seinem stellvertretenden
Vorsitzenden Hermann Eiken "mischte" eigens die "Hilter
Möhlenschmeere" zusammen. Dieses "gute Tröpfchen"
kann ebenfalls käuflich für diesen guten Zweck erworben werden.
Auch Lathens Bürgermeister Wolfgang Berger hofft, dass "dieses
historische Bauwerk für die Nachwelt erhalten bleibt".
Die 1818 erbaute Erdholländermühle mit Steert und Segelflügeln
befand sich mehrere Generationen lang im Besitz der Familie Dürken.
Bis 1948 war die Mühle in Betrieb. Danach verfiel sie immer mehr.
1964 schlossen dann Eigentümer Hermann Dürken und der Heimatverein
Aschendorf-Hümmling einen Erbbaurechtsvertrag ab. Wie
Geschäftsführer Karl-Heinz Weber vom Heimatverein mitteilte,
konnte die Mühle damals für weniger als 20 000 DM restauriert und
"aus ihrem jahrelangen Schlaf geweckt werden". In den
Folgejahren folgten nach Stürmen und Blitzeinschlägen weitere
Reparaturarbeiten.
Weber betitelte die Hilter Mühle als eines der bedeutendsten
Objekte der emsländischen Mühlenkultur. Es fehlt aber die Öffnung
für Besucher. Zudem sollen sich die Mühlenflügel wieder im Wind
drehen. Dieses Ziel verfolgt der pensionierte Lehrer Ulrich Hanschke.
Mühlenbauer Kluin veranschlagte die notwendigen
Restaurierungskosten auf 400.000 DM. "Zuerst haben wir gedacht,
das können wir vergessen", berichtete Weber weiter. Dank der
Hartnäckigkeit von Ulrich Hanschke soll jetzt jedoch das Ziel
trotzdem anvisiert werden. Neben den privaten Spendengeldern und
Aktionen hoffen die Hilter Mühlenfreunde auch auf Zuschüsse der
Gemeinde, des Landkreises und der Europäischen Union. |
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