Hüven (tb)
Auf Initiative des Heimatvereins
Aschendorf-Hümmling ist im Schatten der Hüvener Mühle auf dem
altem Sockel eine neue Marienklause errichtet worden. Im Rahmen der
Einweihungsfeier betonte Vorsitzender Dr. Hubert Hanenkamp:
"Die Arbeit ist gelungen; der Hümmling ist um ein schmuckes
Denkmal reicher!"
Zur Vorgeschichte war im Verlauf der
Einweihungsfeier vom Vereinsvorsitzenden und dem Geschäftsführer
Karl-Heinz Weber zu hören, dass über Jahre lediglich Mauerreste
der alten Klause zu sehen waren. Im Verlauf eines Gesprächs mit dem
Ehepaar Hermann-Josef und Rita Peiffer, von dessen Eltern der
Kreisheimatverein die Hüvener Mühle samt Grundstück erworben
hatte, wurde dann die Idee geboren, die Klause wieder zu errichten.
Der Hüvener Bürgermeister Wilfried Sandmann erklärte sich bereit,
die finanziellen Kosten zu übernehmen. Der Loruper Künstler
Heinrich Wilkens machte sich an die Arbeit, eine passende Madonna zu
schnitzen. Das auf dem Bauhof lagernde Oberteil der Klause
renovierten die Bauhofarbeiter der Gemeinde Lathen und führten auch
die Maurerarbeiten aus.
Dr. Hubert Hanenkamp bedankte sich bei diesem
Personenkreis für die gelungene Arbeit und die finanzielle
Unterstützung. Dank zollte er ebenso Bernhard Riedemann, der seit
Jahrzehnten die Hüvener Mühle sehr gewissenhaft verwaltet. Auf die
Inschrift der Klause eingehend, sagte Dr. Hanenkamp: "Die Worte
‚Gegrüßet seist du Maria' sind nicht nur ein Gruß an die
Gottesmutter, sondern zugleich auch eine Aufforderung, das Gebet zu
Ende zu sprechen."
Der Sögeler Samtgemeindebürgermeister Anton
Wigbers betonte zur Wiedererrichtung der Marienklause: Sie sei nicht
nur Wegschmuck, sondern auch ein Zeichen des bekennenden Glaubens.
"Gib allen Schutz und Gnade, die Maria
verehren und Halt machen vor dieser Klause", so betete Pfarrer
Bernhard Wigbers im Verlauf seines Segensgebetes. Die Verbundenheit
zum christlichen Glauben werde durch das neue "Kleinod"
deutlich, in dessen Mittelpunkt die Marienstatue stehe. Dem
Künstler Heinrich Wilkens gebühre der besondere Dank für seine
gelungene Arbeit. Dieser führte zu seinem Werk aus, dass er
zunächst eine moderne Madonna haben schaffen wollen, dann aber dem
ursprünglichen Alter der Klause entsprechend sich für eine
traditionelle Darstellung mit einem weit fließen Gewand entschieden
habe. Rund sechs Wochen habe er an der Statue gearbeitet, die aus
Lindenholz geschnitzt sei.