Marienklause im Schatten der Hüvener Mühle eingeweiht 
(Ems-Zeitung, 28.07.2001)

Wilkens schnitzte Madonna - Schmuckes Denkmal

Hüven (tb)

Auf Initiative des Heimatvereins Aschendorf-Hümmling ist im Schatten der Hüvener Mühle auf dem altem Sockel eine neue Marienklause errichtet worden. Im Rahmen der Einweihungsfeier betonte Vorsitzender Dr. Hubert Hanenkamp: "Die Arbeit ist gelungen; der Hümmling ist um ein schmuckes Denkmal reicher!"

Zur Vorgeschichte war im Verlauf der Einweihungsfeier vom Vereinsvorsitzenden und dem Geschäftsführer Karl-Heinz Weber zu hören, dass über Jahre lediglich Mauerreste der alten Klause zu sehen waren. Im Verlauf eines Gesprächs mit dem Ehepaar Hermann-Josef und Rita Peiffer, von dessen Eltern der Kreisheimatverein die Hüvener Mühle samt Grundstück erworben hatte, wurde dann die Idee geboren, die Klause wieder zu errichten. Der Hüvener Bürgermeister Wilfried Sandmann erklärte sich bereit, die finanziellen Kosten zu übernehmen. Der Loruper Künstler Heinrich Wilkens machte sich an die Arbeit, eine passende Madonna zu schnitzen. Das auf dem Bauhof lagernde Oberteil der Klause renovierten die Bauhofarbeiter der Gemeinde Lathen und führten auch die Maurerarbeiten aus.

Dr. Hubert Hanenkamp bedankte sich bei diesem Personenkreis für die gelungene Arbeit und die finanzielle Unterstützung. Dank zollte er ebenso Bernhard Riedemann, der seit Jahrzehnten die Hüvener Mühle sehr gewissenhaft verwaltet. Auf die Inschrift der Klause eingehend, sagte Dr. Hanenkamp: "Die Worte ‚Gegrüßet seist du Maria' sind nicht nur ein Gruß an die Gottesmutter, sondern zugleich auch eine Aufforderung, das Gebet zu Ende zu sprechen."

Der Sögeler Samtgemeindebürgermeister Anton Wigbers betonte zur Wiedererrichtung der Marienklause: Sie sei nicht nur Wegschmuck, sondern auch ein Zeichen des bekennenden Glaubens.

"Gib allen Schutz und Gnade, die Maria verehren und Halt machen vor dieser Klause", so betete Pfarrer Bernhard Wigbers im Verlauf seines Segensgebetes. Die Verbundenheit zum christlichen Glauben werde durch das neue "Kleinod" deutlich, in dessen Mittelpunkt die Marienstatue stehe. Dem Künstler Heinrich Wilkens gebühre der besondere Dank für seine gelungene Arbeit. Dieser führte zu seinem Werk aus, dass er zunächst eine moderne Madonna haben schaffen wollen, dann aber dem ursprünglichen Alter der Klause entsprechend sich für eine traditionelle Darstellung mit einem weit fließen Gewand entschieden habe. Rund sechs Wochen habe er an der Statue gearbeitet, die aus Lindenholz geschnitzt sei.

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