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Hüven (rs):
Herzliche Gratulationen und Glückwünsche zum runden Geburtstag
einer "großen alten Dame" und Ehrungen für zwei Männer,
die sich jahrzehntelang um deren Wohlergehen und Weiterbestehen
bemüht hatten, standen im Mittelpunkt des Festes an der Hüvener
Mühle. Die Wind- und Wassermühle besteht seit 200 Jahren.
Thekla Brinker, stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins
Aschendorf-Hümmling, erinnerte in ihrem Grußwort zunächst an die
Gründung des "Förderkreises Hüvener Mühle", bevor sie
ihre Laudatio auf das Geburtstagskind sprach. Als Gäste der
Feierstunde hieß Frau Brinker in dessen neben den Vorstands
Mitgliedern des Kreisheimatvereins den früheren Oberkreisdirektor
des Landkreises Aschendorf-Hümmling, Hans Tiedecken, den
emsländischen Landrat Hermann Bröring, und viele Freunde, die die
Hüvener Mühle in guten und in schlechten Zeiten ideell und
finanziell unterstützten, willkommen. Das Kulturdenkmal Hüvener
Mühle, die sich nun im Besitz des Kreisheimatvereins befindet, habe
seit der Inbetriebnahme im Jahr 1802 eine wechselvolle Geschichte
hinter sich gebracht.
Thekla Brinker zitierte einen Zeitungsbericht über die Hüvener
Mühle aus dein Jahr 1934 und überraschte mit der Information, dass
auf dem damals erschienenen Foto der vierjährige Heinz Lake
zusammen mit anderen Kindern aus Hüven abgebildet war. Bei ihren
Recherchen, warum der spätere Bürgermeister von Hüven zusammen
mit der Mühle fotografiert worden war, habe man ihr in Hüven
gesagt: "weil hei'n echten Möhlker is." Lake sei in der
Nähe der Mühle geboren, dort aufgewachsen und habe bis in die 60er
Jahre dort gewohnt. Auch später sei sein Kontakt zur Mühle nicht
abgerissen, vielmehr habe sich Heinz Lake als Bürgermeister über
Jahrzehnte dem Bauwerk und seinen Anwohnern stets besonders
verbunden gefühlt. Auch sei er einer der ersten Mitglieder des
neuen Förderkreises. Als äußeres Zeichen des Dankes wurde der
Ehrenbürgermeister vom Kreisheimatverein und dem Landkreis mit
einer Urkunde ausgezeichnet.
Bürgermeister Wilfried Sandmann unterstrich das Anliegen der
Gemeinde Hüven, sich für den Erhalt der Mühle als
"Erbgut" einzusetzen. "Die Mühle geht uns alle
an" sagte Sandmann im Hinblick auf die 500 Einwohner der
Gemeinde, die mit großem Interesse die Arbeit des Förderkreises in
unterschiedlichster Form unterstützen werden.
Landrat Hermann Bröring betonte, "dieses besondere Kleinod ist
ebenso interessant wie Clemenswerth". Sein besonderer Dank galt
dem früheren Oberkreisdirektor des Landkreises Aschendorf-
Hümmling und den Verantwortlichen des Kreisheimatvereins und des
Emsländischen Heimatbundes, die in den letzten 40 Jahren über
165000 Mark aufbrachten, um die Mühle als Kulturdenkmal zu
erhalten.
Der Geschäftsführer des Kreisheimatvereins Hans Albers übernahm
die Ehrung von Bernd Riedemann. Aus der einschlägigen Heimatliteratur
sei bekannt, dass der Name Riedemann seit 1890 eng mit der Hüvener
Mühle verbunden ist. Lukas Riedemann, der Großvater von Bernd
Riedemann, habe damals die Mühle gepachtet, nach dessen Tod habe
Heinrich Riedernann die Mühle bis zum Zusammenbruch des
Mühlenstaus 1950 übernommen.
Nachdem im Jahr 1957 die erste Renovierung des Bauwerkes durch den
Kreisheimatverein abgeschlossen wurde, zeichnete schon recht bald
nach dem Großvater und dem Vater mit Bernd Riedemann die nächste
Generation für dieses markante Bauwerk verantwortlich.
"Unauffällig, mit sehr viel Liebe, mit sehr viel Ausdauer
betrachtete Bernd Riedemann die Mühle über all die Jahre als sein
Eigentum, passte auf, hegte und pflegte sie und sorgte dafür, dass
die Besuchergruppen jederzeit die Möglichkeit erhielten, dieses
Bauwerk zu besichtigen", so Hans Albers, bevor er zusammen mit
Thekla Brink und Landrat Bröring die Urkunde und an Marianne
Riedemann einen Blumenstrauß überreichte.
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